Tag des audiovisuellen Erbes: ein indischer Filmprojektor

von | Okt 27, 2020 | Blick ins Depot

„Der Welttag des audiovisuellen Erbes am 27. Oktober 2020 ehrt die Menge aus audiovisuellem Material, welches die Menschheit innerhalb der letzten 100 Jahre angesammelt hat. Dieser Tag gegen das Vergessen wurde 2005 von der UNSESCO ausgerufen und zielt darauf ab die Wichtigkeit des Bewahrens dieses Erbes der Öffentlichkeit nahe zu bringen.
 
Audiovisuelles Material findet sich auf analogen und digitalen Medien abgespeichert. Aber diese sind vom Verfall bedroht: beispielsweise existiert keine Komplettversion des bedeutenden Stummfilms „Metropolis“ mehr auf diesem Planeten. Die UNESCO mahnt zur unbedingten Konservierung und Pflege dieses Bild- und Tonmaterials, als Teil des Welterbes mit dem Welttag des audiovisuellen Erbes.“ Quelle: www.kleiner-kalender.de

Auch in unserer Sammlung werden Tonbänder, Videoaufnahmen aufbewahrt!  

Natürlich lässt sich das nicht vergleichen mit dem Werk „Metropolis“ von Fritz Lang aus dem Jahr 1927!  

Aber so einige für uns wichtige Schätze schlummern auch bei uns: 

Als es galt, eine historische Bühne wiederaufzubauen, wurde auch eine alte Filmaufnahme wieder und wieder angesehen, um die richtige Konstruktion nachzuvollziehen. 

Die Kollegen haben in stundenlanger Arbeit die kleinsten Details aus den Bildern der Aufnahme betrachtet, doch ohne diese Aufnahme wäre der schwierige Aufbau ungleich zeitaufwändiger gewesen. Wir sind froh, dass dieser Film aufbewahrt wurde! 

Um Filme wiederzugeben, braucht man einen Projektor. Auch so etwas finden wir in unserem Depot!  

Wie niedlich mutet der alte Filmprojektor aus Indien an, dessen Lichtquelle eine Öllampe ist und dessen Film noch von Hand gekurbelt wurde. Was auf dem eingespannten Film gezeigt wird, wie alt der Projektor ist und aus welchem Teil Indiens er genau kommt, will tatsächlich noch herausgefunden werden… 

Heute ist es technisch kein Problem, ein aufgenommenes Kamerabild sofort als Projektion eines akkubetriebenen LED-Beamers auf unterschiedlichsten Flächen wiederzugeben. Das Figurentheater Lübeck nutzt diese Möglichkeiten und schafft es auf diese Art sogar, die genutzte Kamera im Figurenspiel quasi zur Mitspielerin zu machen.  

Unglaublich, welche neuen Möglichkeiten sich dadurch erschließen und wie aufregend es ist, sowohl das Alte als auch das Neue in der Welt der Theaterfiguren im Kolk zu entdecken!

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